Zahlen zur Internetnutzung in Deutschland

(N)ONLINER ATLAS 2012

Bereits zum 12. Mal veröffentlichte gestern die Initiative D21 den (N)ONLINER ATLAS, eine von TNS Infratest durchgeführte Studie zur Internetnutzung in Deutschland. Für die Studie wurden im Zeitraum März bis Juni 2012 mehr als 30.000 Interviews durchgeführt. Hier einige Ergebnisse:

Mehr Onliner als im Vorjahr

75,6% der über 14-Jährigen sind Onliner (53,2 Mio.). Das entspricht einem Zuwachs von 0,5 Mio.

Geringer Zuwachs

Die Internetnutzung nahm im Vergleich zu 2011 nur um 0,9% zu, das ist der geringste Zuwachs seit Beginn des (N)ONLINER ATLAS 2001.

Bundesländer im Vergleich

Beim Bundesländer-Ranking haben die Stadtstaaten die Nase vorn, neuer Spitzenreiter ist Hamburg mit 80,0%, Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit 67,3%. In Bremen sind es 0,7% weniger als im Vorjahr. Im Osten und im Saarland ist jeder Vierte “überzeugter” Offliner.

Generation 70+ kommt

Während bei den 20-39-Jährigen ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist, stieg der Anteil der Generation 70+ um 3,6%.

Frauen holen auf

Lag die Differenz zwischen Frauen und Männern 2011 noch bei 11,8%-Punkten, so konnten die Frauen diese nun auf 10,5%-Punkte reduzieren. Am größten ist die “Geschlechter-Kluft” in der Altersgruppe 50+ – hier nutzt mehr als die Hälfte der Frauen (53,1%) kein Internet.


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Abiturienten & Studenten sind eher online

Bei Hauptschülern gab es kaum Zuwächse (+0,1%). Weiterhin sind Abiturienten (90,8%) und Studenten (90,7%) eher online als Schüler mit niedrigeren Abschlüssen (Hauptschule 60,6%, weiterb. Schule 80,3%).

Geringverdiener eher offline

Während 92,7% der Haushalte mit einem Einkommen von mehr als € 3.000,- online sind, sind es bei den Geringverdienern (< € 1.000,-) nur 54,2%. Dennoch konnte in dieser Gruppe der stärkste Zuwachs verzeichnet werden (+1,2%).

Starker Zuwachs beim mobilen Zugang

Die Hauptzugangsart zu Hause ist trotz leichtem Rückgang nach wie vor DSL (42,2%). Die stärkste Zuwachsrate konnte der mobile Zugang (über z.B. UMTS-Karte oder Surf-Stick) mit einem Plus von 76% verzeichnen. Insgesamt gehen aktuell 5,1% der Deutschen Onliner von zu Hause mobil ins Internet.

Zusammenfassung

Nach einem geringen Wachstum von nur 0,9% sind aktuell 75,6% der Deutschen online. 14,9 Mio. Menschen sind “überzeugte” Offliner. Bei Frauen und Älteren gab es ein leichtes Wachstum. In kleinen Gemeinden wird das Internet generell geringer genutzt, teilweise herrscht Stagnation. Ebenso im Saarland und in großen Flächenstaaten (z.B. Niedersachsen und Baden-Württemberg).

Download

Den vollständigen (N)ONLINER ATLAS 2012 mit allen Studienergebnissen kann man sich auf der Website downloaden.

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    Naja wenn bereits sehr viele dabei sind, kann das Wachstum auch nicht mehr so groß sein.

    Lustig wird es erst wenn 101% der Deutschen im Netz sind? Wir sind doch eine Gesellschaft die auf Wachstum ausgelegt ist? ;o)

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