Web Monitoring mit Google Alerts

Serie: Social Media Monitoring für Hotels

Fragen zu Social Media Monitoring sind in meinen Workshops an der Tagesordnung: Wie kann ich was monitoren? Welche Tools brauche ich dazu? Worauf muss ich achten? Leider werden vielerorts Tools besprochen, die teilweise viel Geld kosten und daher für Hotels kaum in Frage kommen. Dabei bietet das Web so viele kostenfreie Tools, mit denen sich schon eine Menge monitoren lässt. In den kommenden Wochen möchte ich daher genau diese Tools unter die Lupe nehmen und vorstellen.

Die Artikelserie “Social Media Monitoring Tools” starte ich heute mit einem so einfachen Tool, dass es mir oft unerklärlich ist, weshalb es von so vielen noch immer nicht genutzt wird: Google Alerts.

Web Monitoring mit Google Alerts

Viele, die sich bereits intensiver mit Web Monitoring beschäftigen, werden sich fragen, weshalb muss man denn noch Google Alerts erklären? Aber ich habe in den letzten Monaten so viele Hoteliers kennen gelernt, die das Tool nicht kennen, dass ich es als wichtig erachte, eine Serie zum Thema Monitoring genau mit diesem Tool zu starten. Zur Startseite von Google Alerts gelangt man über www.google.com/alerts. Für die Nutzung wird ein Google Account benötigt, der auf jeder beliebigen Startseite eines Google Tools angelegt werden kann. Ist man bei Google angemeldet, sieht man nun folgende Startseite:

  • Im ersten Eingabefeld (Suchanfrage) gibt man nun sein Keyword ein, das man überwachen möchte, beispielsweise “hotel zur post musterstadt”. Das eigene Unternehmen, die eigene Marke aber auch andere wichtige Keywords sollten eingestellt werden. Eine zu allgemeine Suche wie z.B. “hotel berlin” sollte jedoch nicht verwendet werden, da sie höchstwahrscheinlich zu viele Treffer aussendet. Nach Eingabe des Keywords / der Keywordkombination erscheinen rechts neben den Eingabefeldern zur Orientierung bereits die ersten Treffer.
  • Darunter wählt man den Ergebnistyp aus, zur Auswahl stehen “Alles“, “News“, “Blogs“, “Video“, “Diskussionen” und “Bücher“. Da wir “das gesamte Web” monitoren möchten, empfehle ich die Einstellung “Alles” zu verwenden.
  • Nun muss eingestellt werden, wie häufig man einen Alert wünscht. Zur Auswahl stehen hier “Bei Veröffentlichung“, “Einmal täglich” und “Wöchentlich“. Letzteres würde ich keineswegs empfehlen, eine Woche kann im Krisenfall eine verdammt lange Zeit sein. Ich persönlich verwende “Bei Veröffentlichung“, jedoch hängt dies auch immer von den eigenen Kapazitäten ab.
  • Auch die Anzahl der Ergebnisse lässt sich einstellen, wünscht man “Nur die relevantesten Ergebnisse” oder “Alle Ergebnisse”. Diese Entscheidung hängt einerseits von der eigenen Kapazität und andererseits von der Markenbekanntheit bzw. der Keywordhäufigkeit ab.
  • Zum Schluss stellt man noch ein, ob – und wenn ja an welche – E-Mail-Adresse man den Empfang der Google Alerts wünscht oder ob man diesen lieber per Feed empfängt (mehr zu RSS-Feeds im nächsten Artikel). Übrigens: Wählt man “Feed” wird die Häufigkeit automatisch auf “Bei Veröffentlichung” eingestellt.

Nach dem der Alert erstellt wurde, kann man in einer Übersicht alle existierenden Alerts noch einmal im Überblick sehen und diese verwalten:

Google Alert ist also keine große Sache und extrem nützlich. Das eigene Unternehmen, die eigene Marke, eigene Produkte und Dienstleistungen, der eigene Name und weitere wichtige Keywords lassen sich so einfach und bequem überwachen.

Zum Thema “Social Media Monitoring für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus” biete ich von Zeit zu Zeit Online Seminare an. Das nächste findet am 20. März 2012 statt. Weitere Termine & Anmeldung unter Termine.

Die Serie “Social Media Monitoring Tools” geht nächste Woche weiter mit dem Thema “RSS Feeds”. Wenn Ihr andere, weitere Fragen habt, die während der Artikelserie aufgegriffen werden sollen, dann schreibt mir einfach ein Kommentar unter diesen Beitrag.