Social Media Policy im Hotel – Sinn oder Unsinn?
geschrieben von Thomas HendeleSocial Media haben eine hohe Außenwirkung – meist beim Gast direkt. Darüber sollte sich jeder, der Social Media in den Marketing-Mix einbaut, bewusst sein. Daher ist es enorm wichtig, sich VOR Nutzung der Sozialen Netzwerke Gedanken über das “Wie” und “Was” zu machen und Regeln aufzustellen.
Doch muss es gleich ein riesiges Pamphlet sein? Reicht nicht die mündliche Aufforderung im nächsten Meeting, nichts Privates zu twittern? In Facebook keine Gästedetails zu posten? Könnte da nicht ein kleines Memo an der Pinnwand genügen? Nein!
Sie regeln doch auch Arbeits- und Pausenzeiten nicht mündlich. Und Gehälter werden ebenfalls schriftlich fixiert. Die meisten großen Hotels haben auch Stellenbeschreibungen – und auch die keinesfalls mündlich. Natürlich braucht die Pension Müller keine 30-seitige Social Media Policy. Dennoch sollten gewisse Regeln schriftlich festgehalten und mit den jeweiligen Verantwortlichen besprochen werden.
Hier eine kleine Zusammenstellung, was mindestens in eine Social Media Policy (ganz gleich wie umfangreich sie ausfallen soll/muss) gehört:
- Zuständigkeiten
Welche/r Mitarbeiter ist/sind der/die sog. Social Media Officer?
Nennung eines Hauptverantwortlichen bei Unsicherheit bzw. Rückfragen - Welche Inhalte dürfen publiziert werden?
keine strategischen Unternehmensinformationen
keine Informationen zur finanziellen Lage
Informationen über Kunden, Lieferanten? - Regelungen zur Nutzung der Social Media während der Arbeitszeit
Untersagen jeglicher Social-Media-Kommunikation
zu festgelegten Zeiten
Nutzung komplett freigeben - Anleitung zum Verhalten auf Sozialen Medien
Netikette
private Meinungsäußerungen müssen kenntlich gemacht werden - Eigenverantwortung des Mitarbeiters
- Respekt vor Mitbewerbern
- Hinweise zum Urheberrecht
- Sicherheitsaspekte (Trojaner, Viren, etc.)
- Verzicht auf Spamming
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