Twitter – der große Unbekannte mit Nervpotential
geschrieben von Thomas Hendele
In unserer Interview-Serie “Hotels bei Twitter” hatten wir in den vergangenen Wochen Hotels vorgestellt, die Twitter zum Teil sehr intensiv nutzen und auch schon über positive Erfahrungen oder Erfolge berichten konnten.
Uns interessierte nun auch die andere Seite. Was denken Hoteliers über Twitter, die selbst keinen Twitter-Account besitzen? Welche Gründe sprechen für diese Hoteliers gegen die geschäftliche Nutzung von Twitter? Interessant ist hierbei die Tatsache, dass ausnahmslos jeder bereits von Twitter gehört hatte, ein Großteil, trotz Nichtnutzung, die Entwicklung von Twitter sogar mitverfolgt. Für uns bedeutet das, dass es bei den Meisten der von uns Befragten nur eine Frage der Zeit ist, bis sie die Chancen von Twitter erkennen und für sich nutzen.
Die Befragung führten wir anonym durch. Lesen Sie hier einen Teil der Antworten, die wir bei unserer Umfrage erhalten haben:
Wo haben Sie zum ersten Mal von Twitter gehört und was wissen Sie über Twitter?
Herr E.: Im Fernsehen und in der Schweizerischen Hotelrevue. Ich weiß, dass es ein Social Netzwerk ist, wo man in irgendeiner Form Blogs einstellen kann.
Frau S.: Im Internet, bei Zeitungsportalen. Twitter ist ein Kurznachrichtendienst – Web 2.0, die berühmten 140 Zeichen, gewinnt immer mehr Anhänger.
Frau R.: Irgendwo in der Klatschpresse.
Herr S.: Bereits in 2007/2008, als die ganzen Hollywoodstars twitterten. Dachte damals: “Gut, muss ich nicht mit dabei sein.”
Frau M.: Davon gehört habe ich das erste Mal in einem Online Bericht, kann mich an das Medium aber nicht mehr erinnern. Twitter ist eine Online-Community, in der sich Teilnehmer privat treffen können; wird auch für Werbung, Marketing und PR genutzt.
Weshalb twittern Sie nicht? Welche Gründe sprechen für Sie gegen Twitter?
Herr E.: Weil ich ein simpler Anwender bin und nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Ich habe keine Gründe, die dagegen sprechen, sondern einfach keine Kenntnis.
Frau S.: Ich persönlich habe vor kurzem angefangen, denn wer mitreden will, muss selbst ausprobieren. Unser Hotel ist noch in der Beobachtungsphase. Dagegen spricht für mich nichts. Nur stellen sich die Fragen: Ist Twitter nur eine Modeerscheinung? Stellt es einen Mehrwert dar? Kommt es bei unserer Zielgruppe an? Nutzt und interessiert es unsere Zielgruppe überhaupt?
Frau R.: Erstens habe ich den Eindruck, dass vorwiegend Nachrichten, die die Welt nicht braucht, verbreitet werden, zweitens habe ich keine Ahnung wie’s geht.
Herr S.: Der Grund war einfach: noch ein Netzwerk zu pflegen ist zuviel und hält zu sehr von der Arbeit ab. Die physischen Kontakte sind für mich auch noch ein Bestandteil des Lebens. Ansonsten sprechen keine Gründe gegen Twitter.
Frau M.: Ich empfinde die andauernde Informationsüberflutung durch diese Netzwerke als zu viel, es twittert mittlerweile jeder und manchmal nimmt das unvorstellbar nervige Ausmaße an.
Beobachten Sie dennoch die Entwicklungen von Twitter?
Herr E.: Ich lese etwa mal in der Fachpresse und vielleicht lasse ich mir dies in den Wintermonaten einmal erklären.
Frau S.: Sicher, sehr gespannt sogar.
Frau R.: Durch regelmäßige Meldungen über Twitter ist das fast unvermeidbar – also ja.
Herr S.: Ja, es macht mir ein wenig Angst, da ich nicht weiß, wie die Vorgehensweise ist und was es bringt. Ich habe eher Bedenken, dass ich, wenn ich nicht twittere, etwas im Geschäftsbereich zu versäumen. Anscheinend soll es ja auch geschäftlich was bringen.
Frau M.: Nein.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit anderen Social Medien?
Herr E.: Ich arbeite ausschließlich mit XING.
Frau S.: Facebook sehe ich eher für den privaten Bereich. Aber im Allgemeinen finde ich es sehr gut, dass es das Web 2.0 gibt.
Frau R.: Xing ist ein gutes selbst aktualisierendes Adressbuch, ASW gibt mit eher wenig, Stayfriends ist manchmal ganz lustig. Wirklich regelmäßig nutze ich nur Xing.
Herr S.: Als soziales Netzwerk nutze ich nur noch Xing. Die Erfahrungen damit sind gut. Geschäftlich konnten hier bereits auch Kontakte generiert werden. Ich nutze Xing zum Beispiel auch, wenn ich bestimmte Lieferanten suche.
Frau M.: Grundsätzlich gut, insofern sie nicht “zweckentfremdet” genutzt werden.
Wenn auch Sie uns Ihre Meinung mitteilen wollen, freuen wir uns über Ihr Kommentar!
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