Nachdem das privat geführte Hotel Vitalis im letzten Monat ein paar Plätze einbüßen musste, hat sich das Hotel nun ein eindeutiges Ziel gesetzt: “Für Oktober haben wir das Ziel in die Top Twenty zu kommen.” Dass sie dieses Vorhaben zielgerichtet verfolgen, ist schon erkennbar. Wir sind gespannt, welcher Platz es am Ende werden wird.

Der Inhaber war so nett, uns ein paar Fragen zu beantworten:

Hotel Newsroom:
Seit wann nutzen Sie Twitter?

Hotel Vitalis Greetsiel:
Ich nutze Twitter für mein Unternehmen seit Juni. Anfangs war es ungewohnt, teilweise umständlich mit einem erhöhten Zeitaufwand ohne ein Feedback  zu bekommen. Ich nutze heute zahlreiche Applikationen wie Tweetfeed, Tweety oder Tweetdesk, um gewissermassen auf mehreren Wegen Tweets einfach zu senden.

Hotel Newsroom:
Wer aus Ihrem Hotel kümmert sich um den Twitter-Account?

Hotel Vitalis Greetsiel:
Ich habe ein 30 Zimmer-Hotel, bin als Chef natürlich in vielen Funktionen tätig. Dadurch, dass ich selbst als Gastronom internetaffin bin, bin ich hier natürlich sehr aktiv.

Hotel Newsroom:
Was haben Sie sich von Twitter erhofft, als Sie mit dem Zwitschern begonnen haben? Welche Erfolge/Highlights konnten Sie bereits verzeichnen?

Hotel Vitalis Greetsiel:
Empfehlungsmarketing ist in der Hotellerie die höchste Garantie neue Gäste zu gewinnen. Twitter bietet dazu eine Möglichkeit. Durch Web 2.0 werden Gäste und Besucher sich zukünftig zusätzlich anders orientieren. Die eindimensionale Werbung, weitestgehend bestimmt durch das Hotel, die Kette oder den Reiseveranstalter wird ergänzt mit einer 2. Dimension – dem Gast, der selbst aktiv kommentiert, empfiehlt und bewertet. Die Qualität wird gleichzeitig deutlicher überprüft und für den Kunden reflektiert.

In Zukunft wird der mobile Kunde, gesteuert durch mobile Applikationen kurzfristig vor Ort durch Informationen via Twitter etc. informieren können. Für diesen Markt möchten wir ebenfalls gerüstet sein. Moderne Handys mit Internetfunktionen und auch bald KFZ-Navis mit Internet-Tools werden für den mobilen Menschen immer mehr zur Selbstverständlichlkeit. Twitter, Flickr oder google maps werd enso für den mobilen Urlauber und Reisenden  immer interessanter, weil er sich selbst durch Bilder, Videos und Meinungen aktiv einbringen kann.

Hotel Newsroom:
Wie viel Zeit investieren Sie in Ihre Twitter Aktivitäten?

Hotel Vitalis Greetsiel:
Wie bereits erwähnt, muss man einen Weg finden, um nicht doppelt zu arbeiten. Blog, Twitter, Flickr und Facebook lassen sich verknüpfen, so dass man nicht jede Plattform separat für Informationen pflegen muss. Twitter gehört allerdings bei uns zum festen Bestandteil des Onlinemarketings, weil wir denken, über diesen Weg automatisch eine Suchmaschinenoptimierung für unser Kerngeschäft zu generieren.

Hotel Newsroom:
Welche weiteren Social Medien nutzen Sie?

Hotel Vitalis Greetsiel:
Wir nutzen Twitter, Xing, Youtube, Flickr, BLOG (WordPress), mister wong und ab nächste Woche zusätzlich facebook.

Hotel Newsroom:
Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Twitter und andere Social Medien zu nutzen?

Hotel Vitalis Greetsiel:
Die Social Medien werden immer mehr zum Alltag von Menschen werden. Hierbei ist es wichtig, früh genug dabei zu sein, um den Vorsprung vor Mitbewerbern nicht zu verlieren. Die Social Medien werden die ehemals starken Printmedien um einige Prozentpunkte verdrängen und riesige Möglichkeiten gerade für mobile Menschen generieren. Der Reise- und Tourismusmarkt kann hier im Vergleich zu anderen Märkten sehr stark profitieren. Es nützt nichts, nur z.B. bei Twitter  gelistet zu sein, sondern setzt voraus, sich aktiv daran zu beteiligen. Das bedeutet für größere Unternehmen auch, dass es durch neue Arbeitsfelder auch einige neue Jobs geben wird.

Für Unternehmen ist es genauso wichtig, das Erscheinungsbild nach außen zu überwachen und auch zu steuern. Gleichzeitig kann man mehr Informationen über das Kaufverhalten seiner Kunden bekommen um dadurch noch gezielter sein Marketing zu steuern. Die Effizienz kann also gesteigert werden und somit mit dem Budget auch effizient auf den jeweiligen Plattformen vertreten zu sein. Die Informationen, die mein Unternehmen durch Social Medien ziehen kann, wird zukünftig das Marketing und auch Zeitmanagement beeinflussen. Daher werden wir in Zukunft nicht nur Werbung senden sondern zeitnah Resonanz empfangen – fast unmittelbar messen und für weitere Entscheidungen direkt bewerten.

Wir danken Marcus Clausberg für das Interview!

Weitere Artikel zum Thema:

Getagged mit
 

Stichwort Wolke

aktuelle Kommentare